Idyllisches Winterwunderland beim Schneeschuhwandern. | © Privat
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3 lässige Schneeschuh Wanderungen

Wanderführer Hans Eder präsentiert drei Schneeschuhwanderungen in Saalbach Hinterglemm.

Schneeschuhwanderungen sind eine perfekte sportliche Alternative zu einem Tag auf der Piste. Abseits der vielen Wintersportler findet man beim Stapfen durch tiefen Schnee absolute Ruhe und wildromantische Ecken des Skicircus. Je nach Anspruch der Tour sollte man zwar etwas Kondition und Erfahrung mit im Gepäck haben, doch findet man bei diesem Sport auch absolute Entspannung und belohnende Ausblicke.

Hans Eder ist Obmann der Salzburger Bergwanderführer und Wanderführer des Tourismusverbands Saalbach Hinterglemm. Sommer wie Winter führt er Bergbegeisterte zu den schönsten Gipfeln des Glemmtals. Er kennt natürlich die lohnendsten Ziele, aussichtsreichsten Plätze und schönsten Wanderwege in seinem Heimrevier. Für „Saalbach Stories“ hat Hans Eder drei Schneeschuhwanderungen für Anfänger und konditionsstarke Wanderer zusammengestellt. Alle diese Touren können auf Anfrage, ab vier Personen, auch mit einem professionellen Guide gebucht werden. Einmal wöchentlich bietet der Tourismusverband eine geführte Schneeschuhwanderung für Einsteiger an.

1. Die Talschlussrunde

Einfache Tour für Schneeschuh-Neulinge

 

Ausgangspunkt dieser Tour ist der Pferdeschlittenstandplatz in Lengau. Die Route führt in der Nähe der Langlaufloipe hinein in den Talschluss. Bei Bachquerungen und Anstiegen über kurze, steilere Hänge tastet man sich langsam an die richtige Technik im Gehen mit den Schneeschuhen heran. Durch tiefverschneite Wälder führt die Route, und immer wieder quert man die Spuren von Hase, Fuchs und Reh. Wildromantisch und still ist diese Tour. Langläufer, Winterwanderer, Skitourengeher und in warme Decken gehüllte Passagiere auf den Pferdeschlitten sind im Winter im Talschluss unterwegs und kreuzen ab und zu den Weg der Schneeschuhwanderer. Nach rund eineinhalb Stunden ist das Ziel, die Lindlingalm, erreicht. Bei einer gemütlichen Einkehr stärkt man sich bei heimischen Spezialitäten oder Wildgerichten für den Retourweg. Wer es nach dieser Einkehr jedoch gemütlicher angehen möchte, kann den Rückweg mit der Pferdekutsche oder auf den gratis zur Verfügung gestellten Rodeln antreten.

2. Die Spielberghausrunde

Mittelschwere Tour, verlangt etwas Ausdauer

 

Diese schöne Schneeschuhtour startet an der Wildbachsperre in der Spielbergkurve nahe des Ortszentrums von Saalbach. Das Auto parkt man am besten auf den Parkflächen im Ort. Das erste Stück wandert man entlang der Spielberghaus-Rodelbahn. Dieser flache Anstieg ist ideal, um ins richtige Tempo für die Tour zu finden und seine Muskulatur für die folgenden Abschnitte aufzuwärmen. Nach etwa 15 Minuten zweigt rechts von der Rodelbahn eine beschrankte Forststraße ab. Über diese gelangt man zu einem steileren Anstieg über freies Almgelände. Nach rund 30 Minuten hält man sich am linken Rand der Almfläche, um in den Wanderweg Nummer 14 einzusteigen. Dieser Wanderweg führt die Schneeschuhwanderer etwa 20 Minuten durch ein Waldstück und anschließend wieder über freies Almgelände zur, im Winter unbewirtschafteten, Wirtsalm. Insgesamt muss man für den Anstieg zur Wirtsalm etwa zwei Stunden einplanen. Das sonnige Bankerl vor der Alm lädt zu einer kurzen Rast ein. Hier genießt man einen wunderbaren Ausblick auf den Bernkogel, Schattberg und Westgipfel. Anschließend gibt es zwei Optionen, um zum Spielberghaus zu gelangen. Entweder man geht gemütlich über den Sommerweg, oder man wählt die steile Variante über die Skiroute. Dieser Weg ist zwar kürzer, erfordert aber im steilen Gelände etwas Erfahrung von den Schneeschuhwanderern. Im Spielberghaus lohnt sich eine Stärkung mit typischen Pinzgauer Kasnocken oder den bekannten Schwammerl-Gerichten des Wirts Walter Höll. Der Retourweg über die Rodelbahn dauert etwa 45 Minuten - wer möchte, kann natürlich seine Schneeschuhe in den Rucksack packen und sich für die Abfahrt am Spielberghaus Rodeln leihen. 

3. Stemmerkogel

Mittelschwere Halbtagestour

 

Bei dieser aussichtsreichen Schneeschuhwanderung trifft man sich mit dem Guide an der Talstation der Westgipfelbahn in Hinterglemm. Nach einer komfortablen Auffahrt mit der Gondelbahn startet man die Tour gemütlich mit einem Kaffee und Plausch bei Wirtin Sigrid auf der Westgipfelhütte. Danach folgt ein etwa fünfzehnminütiger Abstieg über pistenähnliches Gelände zur Marxtenscharte. Nun wird Kondition verlangt, denn über freies, mäßig steiles Gelände geht es von hier hinauf zum Stemmerkogel auf 2123 m. Auch Skitourengeher und Variantenfahrer sind hier bei guten Bedingungen gern unterwegs. Der Gipfel bietet Gelegenheit, die wunderschöne Aussicht zu genießen. Vom Wilden Kaiser bis zum Watzmann, vom Großvenediger bis zum Großglockner reicht das unglaubliche Panorama. Nach der Rast wandert man zurück zur Marxtenscharte und von hier geht es hinab zur Freeride-Variante „Stieger-Abfahrt“. Um den letzten Steilhang zu umgehen, weicht man links über eine kleine Almhütte zum Fahrweg der Hackelbergeralm aus. Über einen sehr romantischen Abschnitt gelangt man über die Skiroute zum Bergstadel, wo man gemütlich einkehren kann. Wer die Tour hier beenden möchte, fährt mit der Gondel ins Tal. Alternativ kann man über einen schönen Forstweg aber noch hinunter bis zur U-Bahn wandern, und von hier ins Tal gondeln.

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